Thema: hyperaktiver Hund
(Begonnen von: elisa,
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? elisa schrieb am 06.11.2003 um 20:23
ich habe einen mischlingsrüden-hyperaktiv,aber sehr jung.13 monate. voll ausgelastet meiner meinung nach und sehr intelligent. wandern,agility,fährte,unterordnung-volles programm.aber er ist irgendwie komisch, manchmal peudo-mutig und dann wieder überängstlich. aber meistens überängstlich menschen gegenüber. bei hunden ist er ganz strange und unberechenbar.er lässt sich von fremden gar nicht angreifen,was ja im prinzip nicht schlimm ist, früher hatte er auch immer so angst vor hunden, jetzt stänkert er bei manchen, bei anderen nicht. ich kann es nicht einschätzen welchen hund er mag oder nicht und ob er raufen wird.es ist manchmal anstrengend, ich muss auf alles gleichzeitig aufpassen:ist ein hund in der nähe, den er eventuell nicht leiden könnte (weiß ich ja nie vorher), gibts was zu jagen?fährte?alles einzeln wär ja nicht tragisch,aber diese kombination......er scheint immer so nervös, so überaktiv.als hätte er eine rakete im hintern.(ich weiß, er ist jung,aber es ist übertrieben) weiss jemand woran das liegen könnte, dass er manche artgenossen nciht leiden kann?(er war ja auch im welpenkurs und hat männliche "freunde")kann das so plötzlich kommen? macht ihn eine kastration ruhiger?(also im sinn von weniger überhibbelig..) danke im vorhinein,vielleicht hat ja jemand ähnliche erfahrungen.
! Verena schrieb am 07.11.2003 um 11:46
Hallo, Elisa.
Hyperaktivität ist ein Krankheitsbild, das sehr selten vorkommt und viel zu oft bemüht wird, wenn der Hund einfach ungewöhnliches Verhalten zeigt. Ich möchte Dir wärmstens das Buch "Stress bei Hunden" von Clarissa von Reinhardt und Corinna Nagel ans Herz legen, erschienen im Animal Learn Verlag. Aus dem, was Du schreibst, geht hervor, dass Du Dich höchstwahrscheinlich an einigen Stellen wiedererkennen wirst.
Gruß, Verena
! sandra schrieb am 27.03.2004 um 12:20
Hallo! ich kann gut verstehen wie du dich fühlst. Ich habe eine Mischlingshündin ( Riesenschnauzer/ Hütehund), die auch ein sehr merkwürdiges Verhalten zeigt. Sie reagiert auf jedes lautere Geräusch in der Umgebung. Sobald man sich angeregt unterhält oder draußen ein Geräusch ist, fängt sie an von einer Ecke des Zimmers zur anderen zu laufen. Immer die Nase am Boden und wenn sie an einer Ecke angekommen ist bellt sie einmal und macht kehrt. Wie verrückt. Sie läßt sich dann nur schwer wieder beruhigen. Draußen zeigt sie dieses Verhalten dann im großen Stil. Sie rennt laut bellend achten und Kreise. Wir waren mit Ihr zur Hundeschule bei einer Tierpsychologin. Diese sagte das unser Hund der erste wirklich Hyperaktive Hund ist , den sie in ihrer 10 jährigen Laufbahn gesehen hat. Sie meint der Hund produziert durch dieses Gerenne Glückshormone und es wäre ein klares Suchtverhalten. Sie sagte aber auch, (zu unserer Beruhigung) das dieses Verhalten nichts mit der Erziehung oder Langeweile des Hundes zu tun hat, sondern das dies ein Gen-fehler wäre. Da wären einfach Rassen zusammen gemischt worden, die nicht zusammen gehören. Wir trainieren Venja jetzt auf Discs und sie bekommt nach Absprache mit unserem Tierarzt ein homöophatisches Beruhigungsmittel. Es heißt: Coffea D30, davon bekommt sie jeden tag 10 Tropfen. Nach einigen Wochen wurde sie etwas ausgeglichener. Jetzt zeigt sie dieses verhalten nur noch wenn sie sehr aufgeregt ist. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen,
LG sandra
! sandra schrieb am 27.03.2004 um 12:20
Hallo! ich kann gut verstehen wie du dich fühlst. Ich habe eine Mischlingshündin ( Riesenschnauzer/ Hütehund), die auch ein sehr merkwürdiges Verhalten zeigt. Sie reagiert auf jedes lautere Geräusch in der Umgebung. Sobald man sich angeregt unterhält oder draußen ein Geräusch ist, fängt sie an von einer Ecke des Zimmers zur anderen zu laufen. Immer die Nase am Boden und wenn sie an einer Ecke angekommen ist bellt sie einmal und macht kehrt. Wie verrückt. Sie läßt sich dann nur schwer wieder beruhigen. Draußen zeigt sie dieses Verhalten dann im großen Stil. Sie rennt laut bellend achten und Kreise. Wir waren mit Ihr zur Hundeschule bei einer Tierpsychologin. Diese sagte das unser Hund der erste wirklich Hyperaktive Hund ist , den sie in ihrer 10 jährigen Laufbahn gesehen hat. Sie meint der Hund produziert durch dieses Gerenne Glückshormone und es wäre ein klares Suchtverhalten. Sie sagte aber auch, (zu unserer Beruhigung) das dieses Verhalten nichts mit der Erziehung oder Langeweile des Hundes zu tun hat, sondern das dies ein Gen-fehler wäre. Da wären einfach Rassen zusammen gemischt worden, die nicht zusammen gehören. Wir trainieren Venja jetzt auf Discs und sie bekommt nach Absprache mit unserem Tierarzt ein homöophatisches Beruhigungsmittel. Es heißt: Coffea D30, davon bekommt sie jeden tag 10 Tropfen. Nach einigen Wochen wurde sie etwas ausgeglichener. Jetzt zeigt sie dieses verhalten nur noch wenn sie sehr aufgeregt ist. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen,
LG sandra
! Marina schrieb am 27.03.2004 um 23:35
Hallo, die Verhaltensweisen dir ihr alle beschreibt hatte meine Kleine auch bis zu 2 Jahren.Sie wird jetzt 3Jahre u.ist ausgeglichen,hat zwar pep u.Energie,aber vom Wesen her ist sie ruhig.Aber wenn ich ehrlich bin,hat sie sich mir angepaßt.Ich war früher nervös,überängstlich,wollte alles richtig machen u.hab den Hund einfach nicht verstanden u.er mich nicht.Wir waren in einer guten Hundeschule u.ich hab hart an mir arbeiten müssen.Ich hab lernen müssen richtige,kurze präzise Kommandos zu geben,die den Hund nicht überfordern.Das richtige Futter finden war ebenfalls ein Kapitel für sich.Ich fühl mich jetzt viel ausgeglichener mit der Kleinen,da ich sie besser einschätzen kann.Ich denke es dauert,bis Hund u.Partner sich aneinander gewöhnen u.VERTRAUEN.Ebenfalls kann ich ein Buch empfehlen,es heißt Die Beschwichtigungssignale der Hunde u.ist von "Turid Rugaas".Ich kann es jeden empfehlen,es ist einfach nur Klasse u.man sieht die Hunde mit anderen Augen nach dem Lesen.Ich denke erfahrene Hundebesitzer kennen vieles davon,aber für mich u.meiner ersten Hündin war es Klasse zu lesen.
! sandra schrieb am 28.03.2004 um 15:57
Hallo! Leider ist meine " Mistbiene" :-)) schon zwei einhalb. Aber ich denke mir wenn sie erst mal so 12-13 Jahre alt ist, wird sie schon ruhiger!!! :-))) Aber egal wie wild sie oft noch ist und mir die Nerven raubt, ein Blick von ihr genügt und man ist sofort besänftigt. Ich würde niemals auf die Idee kommen sie deshalb weg zu geben. Geht euch doch auch so, oder??? Also weiter auf Johanniskraut schwören und durchhalten (grins)
LG sandra
! Geli schrieb am 02.04.2008 um 12:10
Hallo Ihr,
auch wir haben so einen Sorgenhund. Westi Rüde !
Er ist eigentlich ein sehr lieber und verschmuster, eigentlich.Aber wenn er etwas hört oder sieht, dreht er völlig ab. Nach dem Gassi gehen komm ich schweißgebadet wieder heim.Kaum hab ich die haustür hinter uns zu gemacht gehts los. Ständiges Bellen, überall muß er Pipi machen, an jedem Busch, Baum, Autoreifen, überall. Er rennt von links nach rechts hechelt wie ein Kampfhund und will alles und jeden angreifen.
Wir haben noch eine Westi Hündin und das ist eine ganz liebe und brave, doch auch sie fängt ab und zu an, das gleiche zu tun, nur sie hab ich noch im Griff und bin ich allein mit ihr unterwegs ist sie ganz normal.
Aber zurück zu unserem Simba. Er kläfft ständig, ob draußen oder drinnen. Vor sechs Wochen wurde er kastriert in der Hoffnung das es besser wird, aber von wegen. Ich finde es jetzt noch schlimmer als vorher.
Man stelle sich vor: Du sagst einem Kind es darf sich in einem Spielzeugladen alles mitnehmen was es in 10 Min. einpacken kann. Was glaubt ihr was da los ist. Und genau so ist dieser Hund.
Wir haben auch schon Hömopathische Mittel ausprobiert, aber ohne Erfolg.
Mittlerweile denke ich auch schon daran ihn wegzugeben, denn ich bin echt total fix und alle.
Aber das wäre wirklich die allerletzte Überlegung.
Vielleicht kann mir ja noch jemand einen guten Tipp geben.Danke schon mal geli
! Madeleine schrieb am 28.07.2010 um 16:59
Hallo, wie lief es bei euch allen weiter??? Habe gesehen, dass die Einträge ja leider schon älter sind...
Meine Mischlingsdame (ist Labrador mit dabei) ist meiner Meinung nach (und der Meinung vieler anderer Menschen um uns herum) auch hyperaktiv. Sie wuselt um unseren Besuch rum, dass ist echt schlimm, kein Besucher kann hier einfach reinkommen und Kaffee trinken. Sie rennt draußen hin und her - wedelt, kommt auch nach ner Weilenicht zur Ruhe. Wenn der Besuch sie streichelt pieselt sie sogar vor Aufregung.
sie flitzt beim spazierengehen nur so an mir vorbei. Leinelaufen ging trotz kosequentem Training noch nie!!! Sie ist hoch intelligent, kann alle tricks, aber sobald ein funke Ablenkung da ist - Katastrophe!
An Hunden und Katzen vorbeilaufen ist ein Kampf, in die Stadt gehen wäre undenkbar. Sie zerkaut alles und beißt (wenn sie alleine ist oder nachts wenn sie bei uns im Schlafzimmer ist) alles kurz und klein.
Sie hat auf jeden Fall genug Bewegung! Das kann man mir glauben! Hundeschule hab ich das 1. Jahr eisern durchgezogen... ihr Verhalten wurde aber immer schlimmer. Hab sie seit sie ein Welpe war. Ich trainiere mit ihr seit dem ersten Tag - jeder Tag ist Erziehung! Nun ist sie 2 1/2 und raubt mir alle Nerven. Bin auch finanziell ausgelaugt, Tierarztgespräche und Therapien, Erziehungshilfsmittel, Hundetrainer, Hundethearpeutin!!!
Bachblüten, Schüssler, Beruhigungsspray, Johanniskraut, Baldrian - ALLES HATTE NULL WIRKUNG
Bin echt am Überlegen was ich noch tun kann....
Gibts es keine Medizin die hilft?????
Bin dankbar für jeeeeede Nachricht!
Madeleine
! Astrid schrieb am 28.07.2010 um 19:11
Hallo Madleine,
wie tust du deinen Hund geistig auslasten? Nur Bewegung reicht nicht. Was würdest du vom Longieren/Reviren/Sucharbeit halten (Longieren und Sucharbeit kannst du auch zu hause ausüben)? Gibt es auch bewusste Ruhephasen?
Was wurde vom TA abgescheckt? Schilddrüse ect.?
Was gibst du an Futter? Fertigfutter (wenn ja welches genau), Barf ect. ?
Meinen habe ich mit geistiger Arbeit runterbekommen.
Liebe Grüsse
Astrid
! janet schrieb am 29.07.2010 um 14:02
Hallo Madeleine,
ich habe gerade das Buch ,,Marley und ich" gelesen ( ich will keine Werbung für diese Buch machen !).Es geht um einen Labrador, auf den genau diese Beschreibung Deiner Hündin paßt und in dem immer wieder von diesen ,,Ausnahme Hunden" die Rede ist. Vor weg, es gibt keine Lösung in diesem Buch, nur das man sich versucht darauf einzustellen und mit Beruhigungsmitteln arbeitet.
Wie ist es, wenn Sie am Halti laufen muss ?Wenn Besuch kommt an die Leine und irgendwo festgebunden und ignoriert ? Den Hund zur Ruhe zwingen ? Damit sie nicht überdreht .
Ich würde auf jedenfall einen richtigen Homöopathen aufsuchen und den Hund einzustellen,alleine liegt man schnell daneben und dann wird das nichts.
Ich kann Deine Ratlosigkeit verstehen,aber dass hilft ja nicht weiter.
Janet
! franzi schrieb am 29.07.2010 um 23:58
Hallo ihr,
ich habe auch so einen kleinen problemfall.
meine mopshündin ist jetzt 2 jahre alt und hat auch ein paar verhaltensprobleme.
sie ist sehr nervös, ängstlich und bellt sehr oft.
kaum verlasse ich mit ihr die wohnung gehts los, ob nachbar, fremde oder hunde. bei manchen hunden ist sie richtig aggressiv, zieht wie bekloppt an der leine und bellt am laufenden band.
trotz leinentraining zieht sie wie verrückt!
immer mal versuche ich mit ihr in die stadt zu gehen oder in ein restaurant, das ist für uns beide so ein stress, sie bleibt nie ruhig sitzen und bellt. wenn sie allerdings an einen anderen hund gewöhnt ist, gehts, dann spielt sie auch ganz brav. aber beim tierarzt zb muss ich draußen warten, weils gar nicht geht, sie bellt sogar figuren an! in der wohnung läuft sie mir ständig hinterher und vor die füße.
sie bekommt auch genug auslauf, einmal war ich 2 stunden im wald und sie hat die ganze zeit getobt und selbst dananch war sie noch nicht müde...und 2 stunden toben ist für nen mops viel!
ich hatte einzelunterricht mit ihr, bachblütentherapie und übe zuhause fleißig mit ihr.
aber selbst wenn ich draußen sitz sage, braucht sie manchmal 5 anläufe, bis sie hört...und wenn sie weiß, dass sie etwas nicht darf, versucht sie es trotzdem und dann extra, um mich zu ärgern...wenn ich sie ableine, lässt sie sich manchmal nicht einfangen. ich weiß langsam nicht mehr weiter...
ich war jetzt vor 3 tagen nochmal beim tierarzt, blut abnehmen, ihre leuhozyten sind erhöht, schilddrüsenwert bekomme ich die tage mitgeteilt.
zu fressen kriegt sie royal canin mopsfutter, weil sie stark hart und sehr schlingt, damit ist es ein wenig besser geworden. sterilisiert ist sie noch nicht.
also falls ihr irgendwelche tips oder erfahrungen habt, würde ich mich freuen!
@janet: wie genau läuft dieses longieren und die sucharbeit zu hause ab?
lieben gruss
franzi
! Astrid schrieb am 03.08.2010 um 20:47
hallo Franzi,
zum Thema Hundeankläffen:
wenn ihr einen Hund trifft, dreht um und geht in die entgegengesetzte Richtung, bleibt sie ruhig fang mit ihr ein Spiel an. Hier kann man ruhig einen Tasche für Schreibzeug mit Lecekrchen füllen, wegschmeissen und sich bringen lassen. Dann sofort leckerchen geben. Mit der Zeit wird der "Stress"-Level erhöht. Möcjte aber an dieser stelle anmerken, dass es ein sehr langwidriges Geduldspiel wird. Habs selber hintermir und habe ca. 1 1/2 Jahre gebraucht, wo wir (ich und mein DSH) stehen. Hier kann ich auch das Buch: "alter Angeber" sehr empfehlen.
Hinterher laufen wird meist mit dem Kontroll-Zwang des Hundes gleichgesetzt. Hier würde ich den Hund auf ein Platz verweisen, notfalls anbinden. Bleibt sie ruhig würde ich sie mit leckerchen belohnen.
Desweiteren würde ich mir eine Schleppleine besorgen. Freilauf solltest du ab jetzt tunlichst unterlassen. Je mehr sie Erfolg mit ihrem Spiel hat, desto schwieriger wird es für dich. Rufst du sie zurück und sie kommt nicht, kommt ein Ruck an der leine. Kommt sie dann zu dir, lob sie überschwenklich. Jedes Zurück kommen, egal was ist, sollte generell gelobt werden.
Hunde ärgern die Menschen nicht, sondern versuchen mehr oder weniger die Rangordnung in Frage zu stellen. Hier musst du absolut sturr bleiben.
RC würde ich persönlich weglassen. Meiner Meinung stimmt hier das Preis-Leistungs-Verhältniss absolut nicht. Besser sind sorten die bei solchen Hunden frei von Getreide (weissmehle), Zucker, billige Füllstoffe ect. sind.
Und ob eine Kastra, TA´s steriliesieren nicht mehr, deine Hündin ruhiger macht, halte ich persönlich für sehr fraglich.
Wie tust du deinen Hund geistig auslasten?
Hier einige Ideen:
Sucharbeit:
Versuche deinen Hund als erstes ins Sitz oder Platz zu bewegen. Hier darf der Hund noch zusehen wie du das Leckerchen versteckst. Du legst das Leckerchen irgendwo hin wo sie es gut sehen kann. Gib dann dass Kommando "Such". Läuft sie los und frisst das Leckerchen wird sofort verbal gelobt. Tue so als ob es was ganz besonderes ist. Das ganze wird mit der Zeit gesteigert. Als nächstes kannst du es unter einer Decke/Taschentuch oder hinter dem Sessel ect. verstecken. Findet sie es verbal loben. Sitzt es, wird der Hund irgendwann ausgesperrt, das Leckerchen versteckt und das Verbale loben weggelassen. Hier kann man dann auch das leckerchen extra verpacken und dann verstecken. Bitte nicht zu oft nacheinander machen, denn es strengt schon sehr an.
Liebe Grüsse
Astrid
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