Thema: Leinenaggressionen
(Begonnen von: Antje,
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? Antje schrieb am 31.08.2006 um 14:16
Hallo Leute. Ich habe ein ziemliches Problem mit meinem Rüden ( 3 Jahre alt , 30 kilo). Seit 1,5 Jahren zeigt er Leinenaggressionen in wirklich schlimmen Maße.( Das leidige Thema, dass bestimmt auch andere Hundebesitzer kennen!) Im Freilauf versteht er sich mit jedem Hund super, da gibt es absolut keine Probleme, aber beim normalen Gassigehen an der Leihne gibt es immer Stress ( und aus dem Auto muß er auch immer raus pöbeln) Leider geht das mittlerweile schon so weit, dass er um sich schnappt und das ein oder andere mal war auch schon mein Arm oder Bein dazwischen. Wir sind zwar schon seit einiger Zeit in einer Hundeschule und aus ihm ist wirklich in allen Belangen ein toller Hund geworden, nur dieses Problem kriegen wir nicht in den Griff. Uns wird auch ständig was anderes geraten.Von: Halti, Spritzhalsband über Homöopathische Mittel bis Maulkorb drauf u ausbellen lassen...neuster Rat Clickertrainig um in solchen Situationen seine Aufmerksamkeit zu bekommen...Hat einer von euch vielleicht auch so ein Problem gehabt und es tatsächlich in den Griff bekommen? Bin für jeden Rat und jede effektive Methode dankbar! Denn jeder Gassigang an der Leine bedeutet für uns und Hund immer großen Stress, sei es aus Angst einem anderen Hund zu begegnen oder von den Reaktionen andere Menschen wenn man so einen " Wildgewordenen" an der Leine hat. Hoffe man kann mir hier vielleicht den einen oder anderen Rat geben! Bin echt verzweifelt!!! DANKE
! Gabi schrieb am 31.08.2006 um 16:54
Hallo Antje,
uns hat man in der Hundeschule auch tausend verschiedene Sachen geraten. Meine Hündin (jetzt fast 2 Jahre) hatte auch eine Phase und hat an der Leine alles verbellt, was uns entgegenkam. Die Tips vom Trainer cool vorbeizulaufen haben da leider nicht gefruchtet. Wir haben - auch wenn ich mir von vielen Gegnern solcher Dinge wahrscheinlich wieder Vorwürfe machen lassen muß folgendes getan: Ich hatte eine zeitlang konsequent bei jedem Spaziergang eine kleine Wasserspritzpistole eingesteckt. Sobald sie ansetzte zu bellen (aber bitte exakt in dem Moment) habe ich ihr - ohne daß sie gesehen hat, daß ich es war) kurz in den Nacken gespritzt. Sie haßt das unheimlich. Sie war völlig verdattert über den Wasserstrahl und hörte sofort damit auf. Nach ein paar Spaziergängen hat sie dann gemerkt - wenn Leute anbelle wirds immer naß im Nacken und das ist doof. Heute ist das Thema durch und ich habe keine nasse Taschen mehr von auslaufenden Pistolen............. Ich denke es ist auf jeden Fall ein Versuch wert. Allerdings weiß ich nicht, ob sein Rüde sich davon beeindrucken läßt. LG Gabi
! tom schrieb am 31.08.2006 um 21:55
hallo,
hatte das gleiche problem, uns hat geholfen in einem Abstand (bei dem mein hund noch ruhig war) quer zu anderen Hunden zu stehen und immer wenn einer vorbei ging gabs ein suuuper leckerlie. nach und nach wurde der abstand verringert so dass mein hund andere hunde immer mit einem leckerlie verknüpfte - dauert natürlich seine zeit.
vielleicht auch eine methode - wenns mit der wasserspritze nicht klappt (haben wir im übrigen genommen, weil unser hund uns zur begrüßung immer angesprungen hat, hat wunder gewirkt...) beste grüße tom
! Renate schrieb am 01.09.2006 um 07:52
Hallo Antje, habe das gleiche Problem mit unserer 3jährigen Labradorhündin,leider überträgt sich die Unsicherheit des Menschen aufs Tier. Wenn ein Hund kommt, beobachte ich meinen Hund sehr genau, sobald sie die Lefzen hebt ,schreie ich :nein und lenke sie ab. Man braucht viel Geduld, aber es wird jedesmal besser.
! biene schrieb am 15.03.2010 um 19:58
Mein Berner-Sennen Labradormix hat nur Probleme mit kleinen Kläffern.Da rastet er völlig aus. Ich hab es schon mit Leckerlis probiert.Doch am besten hat die Dosentherapie angeschlagen.In eine leere Dose ein paar Schrauben geben und wieder fest zukleben.Jedesmal wenn so ein Kläffer unseren Weg kreuzt und er ansetzt an der Leine zu zerren schüttel ich die Dose und sage mit bestimmten Ton "Nein". Man braucht viel Geduld aber es wird schon besser.
! Astrid schrieb am 16.03.2010 um 13:22
Hallo Antje,
ich arbeite momentan am gleichen Problem wie du, nur dass mein Hund (DSH) zu 90% andere Hunde in Ruhe lässt.
Eins für alle vorab:
Es ist ein sehr langer Prozess für euch und den Hund. Es gibt nicht nur Fortschritte sondern auch immer mal wieder Rückschritte. Ich schreibe es, weil ich es aus Erfahrung mit meinem eigenen Hund kenne.
Meine frage an dich:
Wie lange hast du welche Methode ausprobiert? Und vor allem wie?
Liebe Grüsse
Astrid
! monika schrieb am 12.12.2011 um 22:51
Ich habe dasselbe Problem mit meinem 3-jährigen Rüden (Mix aus Tunesien). Im Freilauf ohne Leine
oftmals ängstlich, aber es gibt keine Probleme. An
der Leine ein Drama - von 0 auf 100 und ich kann ihn kaum halten. Vielleicht ist es organisch be-
dingt, obwohl der Tierarzt bisher nichts feststel-
len konnte. Beruhig.mittel etc. haben nichts ge-
bracht, Hundeschule auch nicht, dort klappte alles. Sowie ich aus dem Haus gehe und ein Hund
kommt vorbei, dann rastet er aus. Hatte Termin mit
dem 4. Hundetrainer, Vorschlag ablenken klappt nicht, ihn mitnehmen aus der Situation heraus geht
nicht, 25 kg verdoppeln sich, habe Mühe ihn zu
halten. Nehme den 2. Terin in dieser Woche und muss die Situation noch einmal besprechen, denn
jeder Gassigang ist ein Drama.
! paul schrieb am 14.12.2011 um 20:00
Hey Monika,
oft ist es eine schier unlösbar Sache, weil immer alles nach dem gleichen Muster abläuft, damit meine ich schon das menschliche Verhalten, dein ,,starker" ängstlicher Hundefreund merkt schon zuhause ,wenn du die Leine nimmst, wie du drauf bist. ich könnte mir vorstellen es ist in erster Linie Angst aber dann auch gleich Verteidigung. Leckerli und Ablenkung sind da gar nicht angebracht,weil das Problem bleibt. Ich weiß nicht wie es mit der Möglichkeit aussieht das Du bei einer Begegnung mit anderm Hund die Leine sofort fallen läßt und dich ein Stück entfernst....oder ganz anders.. an den nächsten Baum anbinden und sich entfernen,wenn er sich beruhigt wieder ran gehen. Solltest Du mal mit dem Trainer besprechen. Zu hause solltest du versuchen ein ganz anderes ,,losgehmuster" zu entwickeln ! Keine Angst vor dem Losgehen, halte nicht ausschau nach anderen Hunden,wenn sie da sind, sind sie da.....zuerst mußt du ein ganz neues Gefühl entwickeln und das heißt was willst Du !...und nicht was mache ich bloß wenn ein Hund kommt...nicht entmutigen lassen manchmal ist ein Mensch-Hundberater besser als ein Hundetrainer,gibt es noch nicht so viele
Viel Glück
! ettena schrieb am 15.12.2011 um 07:06
Hallo Monika,
ich hatte das gleiche Problem mit meinem Labrador-Mix.Meine Dame wiegt 30kg.Ich habe auch alles
ausprobiert leckerli nahm sie nicht weil sie so in rage war,wasser hat auch nichts genutzt,schreien auch nicht.Ich habe mir eine Wurfkette zusammen gebastelt,sie ist etwas schwer und sehr laut.Wenn wir leute mit hunde begegnen und sie will ausrasten,werfe ich die kette neben sie hin.Sie erschrickt schaut mich an und ich sage nur nein.Bei mir hilft es,ich brauche sie garnicht mehr.Wenn ich die kette nur in die Hand nehme kugt sie schon.Jetzt gehe ich schon lange entspannt gassi.Probiere es aus.LG
! Janet schrieb am 15.12.2011 um 08:34
...ich glaube nicht das es eine glückliche Lösung ist(Kettenwurf),Monika schreibt das es eigentlich ein ängstlicher Hund ist, das heißt er baut sich aus Angst so auf ,mit dem Wissen das ja sein Frauchen am Ende der Leine ist. Aus meiner Sicht wird er dann für sein Angstverhalten von seiner Vertrauensperson mit einer Kette noch mehr bestraft.Von Strafe geht keine Angst weg..., ich würde es auch ehr mit ,,Alleinestehenlassen" probieren,ziht er sich dann zurück und wird ruhig kann man das Verhalten belohnen.
! ettena schrieb am 15.12.2011 um 08:56
Hallo Janet
Da habe ich was falsch verstanden.Vielleicht hast du recht mit dem Stehenlassen.Ich würde es mal ausprobieren.Vielleicht überträgt auch Monika soviel Angst vor dem gassi gehen auf dem Hund aus.Wie man weiß,spürt das ein Hund.LG
! janet schrieb am 15.12.2011 um 17:40
....um ehrlich zu sein weiß ich auch nicht was das richtig ist, habe gerade selber das Problem das mein ,,Junge" meint an der Leine sich aufbauen zu müssen,will möglichst mein Beschützer sein. Da er sehr sozial ist lasse ich die Leine meistens ab,weil dann solche Situationen nicht entstehen.
BG
! ettena schrieb am 16.12.2011 um 05:56
Eine Lösung ist das aber auch nicht.Ich kann mein Mädchen nur frei lassen wenn keine andere Leute unterwegs sind.Bei uns in der gegend regen sich die Leute auf wenn der Hund nicht an der Leine ist.Ich habe aber die ungefähren Uhrzeiten geprüft,wann das Feld frei ist,wo ich sie rennen lassen kann.Naja zur zeit kann ich sie ja nicht frei lassen,weil sie operiert ist.Ich denke aber in 3wochen kann sie wieder rennen.So hat jeder sein päckchen zutragen.LG
! Janet schrieb am 16.12.2011 um 14:16
Hallo Ettena,
nein, hört sich erstmal nicht nach Lösung an, kann es aber durchaus sein.Mein Setter wird jetzt mit 2 1/2 ein richtiger ,,Kerl" und wenn ich ihm keine Möglichkeit biete sich ,,Aufzubauen" wird er in der Phase ,,des Mann werdens" lernen friedlich zu bleiben, bis jetzt fahr ich damit ganz gut.Ich fahre täglich in Auslaufgebiete und bis auf kurze Ministrecken kann er freilaufen,aber das pöpeln der Meneschen ist mir nicht fremd.
Gute Besserung deiner Fellnase
! paul schrieb am 16.12.2011 um 21:28
ha ..Janet,
schmeiß den prinzen mal von der couch ;-)
! Janet schrieb am 17.12.2011 um 17:17
Hallo Paul,
ich glaube das die Couch,wo er auch mit 1,5 Jahre erst rauf durfte nicht das Problem ist, aber das ich ihn zu wenig einen/seinen Platz in der Wohung zu weise schon, aber wie gesagt, so ist da mit Prinzen !
BG
! ettena schrieb am 18.12.2011 um 09:05
Hallöchen
Also meine Hündin hat seinen festen Platz auf der Couch.LG
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