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Thema: Der Hund wird nicht stubenrein
(Begonnen von: Isabel, 11 Antwort(en) wurde(n) geschrieben, 1163-mal gelesen

 ? Isabel schrieb am 26.06.2010 um 08:01
Hallo, ich habe mir vor 3 Wochen einen Hund gekauft. Er ist fast 7 Monate alt und pullert andauernd in die Wohnung. Der Hund kommt von einer Familie mit 3 Kindern. Die Frau war immer sehr lange arbeiten so dass der Hund 12 Stunden am Tag alleine war und wenn sie nach Hause kam, hat sie ihn immer nur in den Garten raus gelassen. In den 12 Stunden ihrer Abwesenheit, musste er auf ausgelegte Zeitungen pullern. Ich habe es hier auch gemerkt, dass er auch wirklich auf die Zeitung geht, wenn eine da ist. Ich bin der Meinung, die haben ihn immer gelobt wenn er auf die Zeitung gegangen ist und jetzt denkt er es ist gut, wenn er es drinnen macht. Ich lege keine Zeitung aus weil ich nicht will, dass er denkt, er darf hier pullern aber jetzt macht er ueberall hin in der Wohnung. Ich gehe alle 1 bis 2 Stunden raus ausser Nachts, da schlaeft er durch. Stuhlgang macht er grundsaetzlich draussen. Ich habe ihn ein paar mal beim pullern erwischt und habe ihn dann immer sofort hoch genommen, nein gesagt und raus getragen und natuerlich viel gelobt wenn er draussen gepullert hat. Er weiss, dass er es nicht machen darf weil er es nicht mehr oft vor meinen Augen macht. Er macht es jetzt immer dann, wenn ich gerade nicht gucke z.B. wenn ich in die Kueche gehe, wo er nicht rein darf. Er setzt sich vor die Tuer und wenn ich auch nur eine Minute drin bin, sucht er sich nen Platz zum pullern und wenn ich raus komme, sitzt er wieder vor der Tuer als waere nichts gewesen und ich muss durch die Wohnung gucken ob er irgendwo was gemacht hat. Morgens wenn ich aufstehe, wird er auch wach und sofort unruhig. Ehe ich dann angezogen bin, was wirklich hoechstens eine Minute dauert, macht er schon ein bisschen hin. Er pullert dann nur ein wenig und macht draussen dann viel. Deshalb setze ich ihn morgens immer sofort aufs Sofa bis ich angezogen bin aber dann macht er in den Flur, sobald wir zur Tuer gehen also trage ich ihn jetzt schon immer vom Sofa direkt raus. Er zeigt auch nicht an, wenn er muss. Eigentlich muss man immer damit rechnen, dass er was macht, sobald er auf steht. Der Hund ist auch nicht besonders auf den Menschen fixiert. Er interessiert sich nur fuer andere Hunde und alles was sich draussen bewegt. Ich glaube, die haben sich nicht viel mit ihm beschaeftigt. Die Kinder haben auch nicht geweint, als ich ihn mit genommen habe und er lief auch einfach mit mir mit, ohne zurueck zu gucken. Wirklich sehr seltsam. Ich bin echt schon am Verzweifeln. Das einzige was sich bis jetzt verbessert hat, ist, dass er jetzt schneller draussen pullert, dann auch recht viel und auch mehrmals aber trotzdem macht er in der Wohnung weiter, egal wie lange wir draussen sind. Was kann ich noch machen?
 ! Uta schrieb am 26.06.2010 um 11:50
Hallo Isabel,

vor allem mußt du Geduld haben. Was sich in 7 Monaten eingeschliffen hat, das ist in drei Wochen nicht wieder wegzukriegen. Das wird wohl noch eine Weile dauern. Als ich früher mit meiner Kleinen morgens raus mußte, hab ich mich auch nicht erst lang und beit angezogen, schnell eine Jogginghose an und Jacke drüber und dann gings raus. Ich denke, vor allem solltest du an der Bindung von ihm zu dir arbeiten. Das schien den Vorbesitzern ja anscheinend völlig egal (warum schaffen sich solche Leute überhaupt einen Hund an :-( ) Außerdem würd ich den Kleinen mal von TA checken lassen, ob nichts organisches vorliegt, daß er so viel muß. Aber Geduld und alle 2 Stunden raus und ganz doll loben, wenn er draußen gemacht hat, ist im Moment das A und O denke ich.
 ! Janet schrieb am 26.06.2010 um 13:03
Hallo Isabell,

ich denke da hast Du ein hartes Stück Arbeit vor Dir.Leider wurde er in der Prägungszeit ,,versaut" und jetzt befindet er sich in der Pubertät. Das Problem mit der Stubenreinheit kann man aus meiner Sicht auch nicht iosliert betrachten, denn ich kann mir vortsellen mit dem Fressen und Rumtoben auf allen Möbeln, er durch 3 Kinder total durch den Wind ist.
Ich glaube es ist ganz wichtig, dass Du klare Zeiten fürs Fressen und Rausgehen einführst und auf der Couch hat er im Moment gar nichts zu suchen, liebevolle aber konsquente Erziehung ist jetzt das a und o.
Gehe Abends so spät wie möglich raus und lasse Dich früh nicht aus der Ruhe bringen (Hunde können anhalten,aber er kennt es einfach nur nicht).Wenn Du in der Küche bist lasse ihn davor Paltz machen, damit Du ihm im Auge behälst.
Ich weiß das ist einfacher gesagt als getan,aber wenn man etwas verändern will ,mußt Du Deinem Hund vorraus sein und nicht hoffen, dass es diesmal was wird. Das heißt also Erziehung, feste Zeiten, viel Lob mit Leckerli und setzte ihn jetzt bloß nicht auf die Couch.
Es ist schwer schriftl. auf den Punkt zu kommen, weil es sich hier wirklich um ein geprägtes Fehlverhalten geht
 !  schrieb am 26.06.2010 um 13:06
....ich wünsche Dir viel Kraft, es wird nicht leicht,ist aber auch nicht unmöglich.

Janet
 ! Isabel schrieb am 27.06.2010 um 12:40
Vielen Dank fuer eure Antworten. Das hoert sich ja nicht so rosig an. Aufs Sofa kommt er nur, wenn ich ihn da hoch hebe aber er geht nicht von alleine hoch. Er liegt sonst immer vor oder neben dem Sofa. Er versucht auch immer runter zu springen wenn ich ihn drauf tu weil er nicht aufs Sofa pullert. Er pullert wie ein Weibchen und manchmal pullert er echt einfach los, ohne dass er ueberhaupt richtig runter geht. Er pullert sogar an seinen Ruheplaetzen auf dem Fussboden. Als ich ihn geholt habe, meinte die Frau, dass er noch nicht komplett Stubenrein ist aber es hoerte sich eher so an, als ob er auf dem besten Wege dort hin ist. Ich habe selbst 2 kleine Kinder und dachte natuerlich, dass er dann schon so einiges kann aber dem war nicht so. Er hat nicht mal auf "nein" oder "sitz" gehoert sobald wir draussen waren aber jetzt sitzt er schon relativ schnell. Er springt nicht auf Moebeln rum. Er geht nicht auf den Tisch auch wenn da ein super leckeres Stueck Fleisch liegt und er geht auch nicht aufs Bett. Die Kinder koennen alles mit ihm machen, er wird ueberhaupt nicht gereizt und auch ich kann ihn gar nicht aergern. Sogar duschen laesst er sich von mir und er leckt auch nicht im Gesicht rum und springt einen auch nicht an. Die Vorbesitzer haben ihm schon eingetrichtert, was er zu unterlassen hat, abgesehen vom Pullern in die Wohnung aber die haben ihm nichts bei gebracht. Das kleinste Kind von denen war 5. Die andern beiden so zwischen 7 und 10. Eigentlich sind Kinder doch besonders verrueckt nach Haustieren in dem Alter aber denen schien der Hund echt egal zu sein. Meine Kinder sind 2 und 3 und geben ihm schon Befehle. Die Frau konnte mir nicht viel ueber sein Verhalten sagen weil sie eh kaum da war aber da sie ja noch nen Mann und die Kinder hatte, hab ich eigentlich mehr erwartet. Der Mann kam einmal kurz ins Haus, hat nicht mal "hallo" gesagt und war sofort wieder verschwunden. Ich dachte, ihm faellt es vielleicht schwer, dass der Hund jetzt geht aber ich glaube langsam, der wollte nicht befragt werden. Impfungen hat er alle gehabt und sein Fell sah auch gepflegt aus. Zu hause hab ich erst gemerkt, dass er riesige Fellknollen hatte an den Beinen. So doll, dass ich die alle weg schneiden musste. Die hatten ihn nur oberflaechlich gekaemmt. Bei denen im Haus lief er die ganze Zeit umher. Hier hat er es auch ne Weile gemacht aber ich hab ihn immer hinsetzen lassen und jetzt ist er schon ganz ruhig und gemuetlich geworden.
 ! Uta schrieb am 27.06.2010 um 13:22
Hallo Isabel,

dafür, daß er erst 3 Wochen bei dir ist und vorher anscheinend nicht wirklich was konnte, geht das, bis auf die Stubenreinheit doch schon. Nur, ich denke mal, deine Kinder sollten ihm noch keine Befehle erteilen. Du bist zunächst einmal die erste Bezugsperson für ihn, zu der er eine Bindung aufbauen soll und du gibst die Befehle, alles andere verwirrt ihn nur. Daß er im Moment noch beim Pieseln wie ein Weibchen hockt ist völlig normal. Das mit dem Beinchen heben kommt später noch. Der Rüde von einer Bekannten von mir ist schon ca. 11 Monate und hebt noch kein Beinchen.
Jetzt heißt es vor allen Dingen werst mal Geduld haben.
 ! Janet schrieb am 27.06.2010 um 13:30
...dieses Vehalten das er einfach lospullert findet man fast immer bei Tieren die wie oder im Käfig gehalten worden sind, er wird in den kommenden Wochen bestimmt das Bein heben.
Denkst Du er wurde geschlagen ? Es wundert mich das ein Hund der nichts kann, nicht auf die Möbel geht.
Wenn Du Zeit findest würde ich einmal die Woche ein Hundeschule aufsuchen, damit er sich auch ,,Hundeverhalten" von anderen Hunden abschauen kann. Wichtig ist jetzt auch das, dass nicht alle an ihn rum erziehen, dass sollte in deiner Hand bleiben, damit er weiß wer hier Chef und Vertrauensperson ist :-), was nicht heißt das er nicht auf die Kinder hören soll.
Dein Hund sollte für gutes Verhalten immer reichlich belohnt(für ausgeführte Anweisungen !!) werden und nicht schimpfen,sonst wird schnell gepullert.
Ganz wichtig, System reinbringen, Hunde lieben einen geordneten Ablauf und auch die Kinder dürfen nicht dauernd den Hund in seiner Ruhe stören!!!!
,,Man hat Dir die Katze im gesagt verkauft",nun machmal einen tollen Hund daraus :-)
Janet
 ! Janet schrieb am 27.06.2010 um 13:30
...dieses Vehalten das er einfach lospullert findet man fast immer bei Tieren die wie oder im Käfig gehalten worden sind, er wird in den kommenden Wochen bestimmt das Bein heben.
Denkst Du er wurde geschlagen ? Es wundert mich das ein Hund der nichts kann, nicht auf die Möbel geht.
Wenn Du Zeit findest würde ich einmal die Woche ein Hundeschule aufsuchen, damit er sich auch ,,Hundeverhalten" von anderen Hunden abschauen kann. Wichtig ist jetzt auch das, dass nicht alle an ihn rum erziehen, dass sollte in deiner Hand bleiben, damit er weiß wer hier Chef und Vertrauensperson ist :-), was nicht heißt das er nicht auf die Kinder hören soll.
Dein Hund sollte für gutes Verhalten immer reichlich belohnt(für ausgeführte Anweisungen !!) werden und nicht schimpfen,sonst wird schnell gepullert.
Ganz wichtig, System reinbringen, Hunde lieben einen geordneten Ablauf und auch die Kinder dürfen nicht dauernd den Hund in seiner Ruhe stören!!!!
,,Man hat Dir die Katze im gesagt verkauft",nun machmal einen tollen Hund daraus :-)
Janet
 ! janet schrieb am 27.06.2010 um 13:34
...wollte natürlich schreiben man hat Dir die Katze im Sack verkauft...

wie ich gerade lesen konnte gibt Dir Uta fast ähnliche Ratschläge, wir können also nicht so falsch liegen !
Alles Gute
 ! Isabel schrieb am 27.06.2010 um 13:50
Ich hoffe ja, dass ich es bald aus ihm raus kriege in die Wohnung zu pullern. Er pullert schon weniger als vorher aber es liegt wahrscheinlich nur daran, dass er jetzt weniger trinkt. Die ersten zwei Wochen hat er bestimmt 1 1/2 Liter oder mehr am Tag getrunken. Er ist ein mittelgrosser Hund. Ein Shih Tzu und wiegt so um die 5 Kilo. Sobald ich Wasser rein gemacht hab, war es auch schon wieder weg. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, dass er vielleicht ne Krankheit hat aber er hat normal gefressen und war putz munter und er hatte seinen 6 Monatscheck beim Tierarzt bevor er zu mir kam. Gestern abend zum Beispiel hatte ich den Napf frisch aufgefuellt und das Wasser ist immer noch drin. Jetzt ist es schon fast 14 Uhr. Am Wetter kann es nicht liegen, es ist richtig warm. Gestern hat er hoechstens 500 ml getrunken. Vielleicht haben die ihn ja immer dursten lassen damit er nicht so viel pullert und hier hat er dann nicht genug kriegen koennen. Jetzt hat er vielleicht gemerkt, das immer Wasser da ist und er nicht mehr alles auf einmal trinken muss. Gestern hat er nur 1 mal in die Wohnung gepullert als ich mal wieder in der Kueche war. Sonst pass ich ja immer genau auf was er vor hat, wenn er nen Alleingang macht. Anhalten kann er es auf jeden Fall, wenn er will. Nachts schlaeft er ja auch durch und er pullert auch nicht weiter, wenn ich ihn dabei erwische. Ich glaub auch, die haben ihn versaut und ich muss jetzt viel Geduld haben, es wieder Gut zu machen. Es ist ja schon einfacher nem Hund was neues bei zu bringen als ihm was beigebrachtes abzugewoehnen.
 ! Isabel schrieb am 27.06.2010 um 16:28
Auf die Befehle der Kinder hoert er auch nicht wirklich und ich greif natuerlich auch ein. Er ist immer an meiner Seite. Wenn die Kinder zu ihm kommen, laeuft er ihnen auch nicht mehr hinterher sondern bleibt bei mir. Ich glaube, er ist dankbar, dass er da weg ist. Er hat die Vorbesitzer auch gar nicht vermisst. Ich haette eigentlich schon etwas Gewimmer und Gebelle erwartet in den ersten Tagen aber da war nichts. Er war von Anfang an froehlich. Wenn ich mit ihm raus ging und zu anderen Hundebesitzern gesagt habe, dass ich ihn erst ne Woche habe, da waren die total ueberrascht. Ich bin immer mit ihm auf die grosse eingezaeunte Wiese gegangen, hab Leckerlies mitgenommen, ihn dann frei laufen lassen und immer wieder zurueck gerufen und belohnt, wenn er zurueck gekommen ist. Jetzt kommt er schon zurueck ohne Probleme aber nur wenn kein anderer Hund da ist. Wenn er andere Hunde sieht, ist es voellig aus mit ihm. Er faengt schon an zu Jaulen wenn er die von weitem sieht und will hinterher rennen. Das macht er auch, wenn er kleine Kinder sieht. Bei Erwachsenen macht er das nicht. Er hat auch schon versucht einen Stafford und einen Bullterrier zu besteigen und dabei ist er echt hartnaeckig. Ich muss immer wieder dazwischen gehen weil er nicht hoert. Er ist nicht kastriert. Ich hoffe ja, dass das nicht noetig sein wird. Ja die Katze im Sack hab ich mir da echt geholt aber ich habe so das Gefuehl, dass er mir vertraut. Ich weiss nicht ob er geschlagen wurde. Mit Gegenstaenden glaub ich nicht. Wenn ich den Besen in die Hand nehme, haut er jedenfalls nicht ab. Am Anfang mochte er sich nicht gern streicheln lassen. Man konnte ihn hoch heben aber beim Streicheln ist er immer schnell wieder weg gegangen. Jetzt haelt er es schon ein oder zwei Minuten aus und legt sich auf den Ruecken und geniesst es aber eben nur paar Minuten. Ich denke schon, dass er geschlagen wurde. Auf "nein" hat er jedenfalls nicht gehoert und nicht mal richtig auf seinen Namen. Irgendwie muessen die ihm ja bei gebracht haben, nicht ins Haus zu Koten und nicht auf die Moebel zu springen. Er kam mir jedenfalls nicht sehr menschennah vor. Agressiv ist er aber zum Glueck ueberhaupt nicht. Er zoegert, wenn man ihn auf fordert naeher zu kommen. Er haelt immer so eine gewisse Distanz, bis man ihn hoch nimmt. Also entweder wurde er nur vernachlaessigt oder auch geschlagen und ist deswegen so vorsichtig weil er nicht weiss, obs jetzt Schlaege oder was anderes gibt. Er ist aber schon zutraulicher geworden. Heute hat er noch nicht in die Wohnung gepullert aber der Tag ist auch noch nicht vorbei....
 ! Janet schrieb am 27.06.2010 um 17:05
...nicht negativ denken, er macht heute auch nicht in die Wohnung ! Wenn er Abstand hält, werden die Hände nicht nur gestreichelt haben !
Er kommt in die Pubertät und die ist schon ein Horror bei Hunden mit normalen Erfahrungen (ich weiß wo von ich rede, mein neuer Begleiter ist jetzt 15 Monate).
Wenn er zu sehr rabatz macht,wenn es zu anderen Hunden geht oder er rennende Kinder sieht, dann wechsel die Richtung , dann gibt es keinen Kontakt, dann wechsel die Richtung und wenn er dann ruhig weiter läuft ,loben !,Höre nicht auf zu loben für alles positive.
Ihr könnt ein tolles Team werden, wenn Du die nächsten 9 Monate die Nerven behälst.

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