Informationen zur Vogelgrippe
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Auf der Website des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sind viele Informationen und aktuelle Meldungen zur Vogelgrippe bereitgestellt worden. Außerdem gibt es eine Experten-Hotline für Fragen aus der Bevölkerung. Besonders häufige und wiederkehrende Fragen können nachgelesen werden (Liste hinter „akuteller Frage“). Es lohnt sich diese einmal durchzuschauen.
Viele Hundehalter sind derzeit verunsichert: Wie verhalte ich mich am besten mit meinem Hund? Fressi-Fressi.de hat am 1. März 2006 Prof. Dr. Dorit Feddersen-Petersen, Verhaltensforscherin und renommierte Kynologin, Zoologisches Institut der Universität Kiel, befragt:
- Welche Tipps geben Sie Hundehaltern?
- Es kann keine allgemeinen Tipps geben, dazu ist die Situation zu schwierig. Klar ist: Bisher wurde keine Infektion bei Hunden nachgewiesen. Da noch relativ wenig über das Virus H5N1 bekannt ist und sich die Situation täglich verändert, sind allgemeine Ratschläge kaum sinnvoll. Vorbeugende und Schutz-Maßnahmen, die diskutiert werden, wie zum Beispiel „alle Hunde nur noch an der Leine auszuführen“, halte ich für nicht durchführbar.
- Umsichtiges Handeln ist jedoch gefordert?
- Ja, auf jeden Fall! In den bestehenden Vogelgrippe-Sperrzonen (drei Kilometer um den Fundort eines infizierten Vogels) besteht bereits Leinenzwang für Hunde. Wenn es den Hundebesitzern möglich ist, sollten sie diese Sperrzonen ganz meiden. In Regionen Deutschlands, wo bisher keine Vogel-Infektionen bekannt wurden, können Hundebesitzer durch erhöhte Aufmerksamkeit etwas bewirken. Das heißt, die Hunde beim Spazierengehen mehr im Blickfeld haben, sie auf Abruf halten und zurückrufen, wenn irgendetwas Auffälliges vorkommen sollte.
- Was ist mit Hunden, die gewöhnt sind, frei herumzulaufen? Könnte ein Maulkorb diese Hunde vor Infektionen schützen?
- Das ist eher eine Frage für Virologen. Meiner Kenntnis nach weiß noch niemand genau, wie das Virus funktioniert. Weder die Übertragungswege, noch welche Virus-Mengen nötig sind, um die Vogelgrippe auszulösen. Ein Maulkorb bietet dem Hund zwar keine Möglichkeit etwas zu fressen, er kann jedoch mit seiner Schnauze schnüffeln und sehr wohl beispielsweise über seine Schleimhaut in Kontakt mit infizierten oder/und toten Tieren kommen. Ich bezweifle daher, dass ein Maulkorb eine schützende Maßnahme sein könnte.
Fressi-Fressi.de: Vielen Dank für das Gespräch!
Tipps der Ernährungs-Experten von Fressi-Fressi.de
Ernährung und Abwehrsystem
Eine artgerecht bilanzierte, vollwertige Ernährung, die alle Nährstoffbedürfnisse eines Hundes deckt - ob als hochwertige Hundefertignahrung oder als zu Hause selbst hergestelltes Futter -, ist eine wesentliche Grundlage für das regelrechte Funktionieren des Abwehrsystems. Weitere allgemeine Faktoren, die nachweislich Einfluss auf Immunfunktionen haben: Ausreichende Trinkmenge, tägliche rasse-, typ- und altersangemessene Bewegung sowie Vermeidung von extremem und/oder Dauerstress. Die zusätzliche Gabe von Vitamin- und Mineralstoff-Ergänzungspräparaten (zu einer vollwertigen Ernährung) führt nach wissenschaftlicher Mehrheitsmeinung nicht zu einer zusätzlichen Stimulation des Immunsystems, und ist somit überflüssig. Wer trotzdem auf eine gesundheitlich vorteilhafte Wirkung hofft, kann solche Präparate bei bestimmungsgemäßer Dosierung einsetzen, sofern die Anwendungsdauer auf einige Wochen, höchstens aber wenige Monate begrenzt wird.
Weitere Literatur (USA): National Research Council: Nutrient Requirements of Dogs, Revised 1985.
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