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Isegrim fühlt sich wohl in Sachsen
Erstmals Wolfswelpen in Deutschland beobachtet - Keine Gefahr für Menschen
PM Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, 16.7.2001 (verantwortlich: Dirk Reelfs)

Ein heimlicher Wanderer gehört wieder zur sächsischen Tierwelt: der Wolf (lateinisch: Canis lupus).

Erstmals hat ein kleines Wolfsrudel im vergangenen Jahr auf dem Oberlausitzer Truppenübungsplatz drei Junge bekommen. Das wurde jetzt bestätigt. Die erfolgreiche Aufzucht von Wolfsnachwuchs in freier Wildbahn ist eine Sensation im westlichen Mitteleuropa, wie Artenschutzexperten sagen.

In Deutschland gilt der Wolf seit langem als ausgestorben. Ob das etwa sechs Tiere große Wolfsrudel auch in diesem Jahr wieder Junge bekommen hat, ist derzeit noch unklar. Schon seit vielen Jahren waren vereinzelt Wölfe auf ihren Wanderzügen aus Osteuropa auch in Sachsen gesichtet worden. Doch die Tiere verschwanden ebenso heimlich wie sie gekommen waren.

Der erfreuliche Nachwuchs ist kein Grund zur Panik: Wölfe sind extrem scheue Tiere und lassen sich kaum blicken. Der Mythos vom menschfressenden Raubtier ist frei erfunden. So ist der Wolf vielmehr ein Symbol für eine wiederhergestellte, unberührte Natur. Neugierige seien dennoch gewarnt: Es besteht Lebensgefahr. Nicht wegen der Tiere, sondern wegen Blindgängern und militärischem Übungsbetrieb. Das Betreten des Truppenübungsplatzes ist strengstens untersagt.

Zum Symbol des Bösen wurde der Wolf bei uns erst zu Beginn des Mittelalters. So forderte Karl der Große von seinen Rittern nicht nur den bedingunsglosen Kampf gegen die heidnischen Sachsen, sondern auch gegen den Wolf. Märchen wie "Rotkäppchen" oder "Der Wolf und die sieben Geislein" taten ihr übriges.

Besser ist es Isegrim in Südeuropa ergangen. In Italien wird die Wölfin, die die Gründer Roms, Romulus und Remus, säugte, heute noch als Wahrzeichen Roms verehrt. Kein Wunder, dass die Italiener mit den bei ihnen heimischen von Tieren ein friedliches Zusammenleben praktizieren. Einige hundert Exemplare gibt es auch in Spanien, Griechenland, Polen, Bulgarien und sogar über 2 000 in Rumänien.

Die in Sachsen jetzt aufgetretenen Tiere erreichen etwa die Größe eines Schäferhundes und haben grau-braunes Fell. Wölfe genießen den höchsten Schutzstatus und dürfen nicht gejagt werden.

Isegrim fühlt sich wohl in Sachsen

Der Wolf Teil 1
Der Wolf Teil 2
Der Wolf Teil 3
Der Wolf Teil 4
Der Wolf Teil 5
Der Wolf Teil 6
Der Wolf Teil 7
Der Wolf Teil 8
Der Wolf Teil 9
Der Wolf Teil 10
 
Pressemitteilung des SDWI

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